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#1642 - 2003-04-11 03:43:04 Drop out
Anonym
Nicht registriert


Jetzt haben wir es wieder einmal amtlich (Help TV etc.): es gibt viel zu wenig von unserer Sorte - jenen nämlich, die allen Widrigkeiten zum Trotz hartnäckig am Pflegeberuf festhalten und sich nicht wieder schleichen oder sich ein Nischerl suchen, in dem "Scheiße putzen" und ähnliche Zumutungen nicht zur Diskussion stehen.
Und wie schon oft in meiner 30 Jahre dauernden Hartnäckigkeit haben unsere Schreibtischtäter auch ein altbewährtes Patentrezept zur Hand: wir müssen mehr ausbilden und wir müssen noch jüngere Kinder für die Ausbildung zulassen!
Ach Kinder, ich Oma sage euch: das alles war schon öfters da und was hat es uns gebracht? Wo sind z.B. diejenigen, die in der Ausbildungsoffensive nach dem Lainz-Skandal zusätzlich ausgebildet wurden? Spätestens 2 Jahre nach Beendigung der Ausbildung schwinden sie wie Schnee in der
Julisonne dahin.
Und darum jetzt zum Grund meiner Anfrage: warum machen die Macher immer einen großen Bogen um die Frage, warum die Drop-out-Rate in unserem Beruf so hoch ist und wie man sie verkleinern könnte?
Was sind die Gründe, die Menschen, die sich zur Pflege berufen fühlten, wieder vertreiben? Es kriegen schließlich nicht alle Kinder und verschwinden in den Haushalt (wie mir ein sehr gescheiter Gewerkschafter einmal erklärt hat).
Was also sind die wahren Ursachen für den Exodus aus der Basispflege (denn das ist ja das Problem, Pflegedirektoren rennen eh nicht davon)?
Gibt es darüber verwertbare statistische Daten? Hat irgendein Pflegeforscher oder Soziologe schon einmal versucht, sich damit so zu beschäftigen, daß man auch konkrete Forderungen für einen humaneren Umgang mit den Pflegenden erstellen könnte?
Wer kann mir weiterhelfen?
Ich würde mich gerne schlau machen und mit Gleichgesinnten engagieren - frei nach dem Talmud: "Es ist Dir nicht gegeben, zu vollenden - aber auch nicht erlaubt, aufzugeben!"
In diesem Sinne
Medusa

hoch
#1643 - 2003-04-11 21:51:58 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


grundsätzlich bin ich deiner meinung,
auf der anderen seite glaubst du wirklich, dass nur in unserem beruf die drop aut zahl so hoch ist, ich glaube nicht

es liegt bestimmt an einer vielzahl von dingen
ich glaube, das alter für den beginn der ausbildung sollte angehoben werden

wer weiss schon mit 15, 16 was er den rest seines lebens machen will?

ich wusste es nicht und wollte ganz was anderes, als ich jetzt mache

die meisten, die in diesem alter anfangen machen dann die studienberechtigungs prüfung und gehen auf die uni

ich habe erst mit 20 angefangen, und trotzdem weiss ich nicht, wie lange es mich in diesem beruf halten wird, bestimmt länger, als den durchschnitt, bei aber schlechten aufstiegs und weiterentwicklungs möglichkeiten sicher nicht für immer

angelface

hoch
#1644 - 2003-04-14 18:08:40 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Hy!
Ich möchte dazu nur sagen, ich hab meine Ausbildung mit 16 Jahren begonnen, wusste ganz genau was ich wollte(seit meinem 7. LJ) und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass in meiner damaligen klasse viele Maturanten waren, die im laufe der ersten zwei Jahre das weite gesucht haben, die im ersten praktischen Pflegeunterricht angewiedert das Gesicht verzogen haben, als es um die Mundpflege des alten Menschen ging, die ihre Hände nicht desinfizieren wollten, da ansonnsten der frisch aufgetragene Nagellack abblättern würde, und die auf die Frage nach ihrem Verhalten antworteten:"Naja, ich wusst halt nit was i nach der Matura machen sollt, und die Schul is gratis, und Geld bekommst auch a bissi..."
Was ich damit sagen möchte ist, dass das Alter ( zu Beginn der Ausbildung)absolut nicht ausschlaggebend ist!
Liebe Grüße, Sarah

hoch
#1645 - 2003-04-14 18:19:17 Re: Drop out
sonnenschein Offline

enthusiast

Registriert: 2002-10-16
Beiträge: 190
Ort: Nordtirol/ Salzburg
Hallo Sarah!
Du verbreitest da gewisse Klischees. Zu meiner Person: Ich bin 20, hab die Matura, trag nie Nagellack, und weiß auch seit 4-5 Jahren, dass ich diesen Beruf erlernen will.
Vielleicht war in deiner Klasse eine Person, auf die diese von dir beschriebene Bild passt, aber tu bitte nicht verallgemeinern, dass alle mit Matura diese Schule ohne wirkliches Interesse am Menschen und an diesem vielseitigen Beruf machen.
Worin ich dir aber zustimme, dass manche mit 35 noch nicht wissen, was sie wollen, und manche im Alter von 16-18 Jahren schon eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft inklusive Beruf haben.

Liebe Grüße Sonnenschein

hoch
#1646 - 2003-04-16 13:49:03 Re: Drop out [Re: sonnenschein]
nemesis Offline

enthusiast

Registriert: 2002-11-19
Beiträge: 150
Ort: Linz
Liebe Leute, meiner einer ist auch erst 22 und ich mach meinen Job gern, jedoch weiß ganz genau das ich ihn nicht die nächsten 50 Jahre machen werde, da das Pensionsalter ja laufend heraufgesetzt wird, würde ich also noch mit knapp 70 meinen Dienst verrichten.

Also wirklich nicht!

Was bleibt mir also?

Stationsleitung? War noch nie ein Schreibtischtäter und werd´s nie werden!

Ein Magister in Pflegewissenschaft und Forschung? Vielleicht, wenn endlich jemand weiß, was man mit dieser Ausbildung eigentlich macht!

Pflegedirektion oder Bereichsleitung? Nur noch Managerposten und der Wirtschaft hab ich vor langer Zeit den Rücken gekehrt!

Ich will euren Enthusiamus nicht bremsen, aber euch muß bewußt sein, das wenn es so weiter geht mit der Personalpolitik eine Pflegeperson nach ca. 25 Jahren Dienst am Patienten, nervlich ausgebrannt und körperlich ausgelutscht ist.

Ich liebe meinen Job, aber ich weiß das ich ihn nicht ewig machen werde.

Bis dahin jedoch mach ich ihn so gut ich kann, im Sinne des Patienten und nicht im Sinne der Verwaltung!

nemesis

hoch
#1647 - 2003-04-16 15:13:05 Re: Drop out [Re: sonnenschein]
Anonym
Nicht registriert


Hy Sonnenschein!
Das tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist! SO IST DAS NATÜRLICH KEINESFALLS!!! Die von mir verfasste nachricht sollte nur nahebringen, dass das Alter wirklich nicht ausschlaggebend ist!
Natürlich sind fast alle Maturanten oder ältere Einsteiger genau so interessiert, und haben sicher in gewissen bereichen einen Vorteil, aufgrund ihrer oft größeren Algemeinbildung!

Liebe Grüße!

hoch
#1648 - 2003-04-19 08:59:22 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Solange die größte Berufsgruppe bundesweit keinen gemeinsamen medialen und interessensvertretenden, starken Berufsverband hat, wird sich nichts an unserem Berufsbild ändern. Zu einer Veränderung gehören vor allem politisches, gesellschaftliches und mediales Interesse und das ist derzeit nicht gegeben!
Auch eine verbesserte Ausbildung klingt gut, aber in Zeiten des Pflegenotstandes, wird diese kaum durchsetzbar sein. Der Abschluss mit Matura, den onehin viele schon vor Eintritt in eine Krankenpflegeschule haben, wird auch keine längere Verweildauer im Beruf bewirken. (Übrigens die Psychologen Krischkowsky haben unsere Berufsgruppe ziemlich gut durchleuchtet/ Auftraggeber KAV)
Der Hauptausscheidegrund ist durchaus die hohe Frustration über das "streng strukturierte System", schlechte Bezahlung, nicht veränderbare Arbeitszeiten rund um die Uhr, Sonn- und Feiertags; keine finanziellen Anreize bei der Karriere außer eine bestimmter Anreiz zur Machtausübung ( von meist zu wenig geschulten Führungskräften in der Pflege selbst), wenig gesellschaftliche Anerkennung und Wissen über den Beruf selbst und dessen Wandlung, vor allem seit GuKG 1997. Dazu kommen in den letzten Jahren strenge Rotstiftaktionen im Gesundheitswesen bundesweit und regional und wie in jeder Firma ist der teuerste Punkt das Personal! In einer Firma muß alles in Zahlen erfassbar sein, Personalberechnungen, Leistungserfassungssysteme,...das ist auch sinnvoll, nur können solche Instrumente auch manipulativ und gegen Mitarbeiter oder sogar ganzen Abteilungen eingesetzt werden.
Das wichtigste erscheint mir, trotz aller Probleme, die haben auch andere Berufsgruppen, nur sind diese organisierter bis in hohe politische Gremien, auch in der Gegenwart zu bleiben, seinen Kontostand überprüfen, gesund zu bleiben und seine Freizeit genießen (die andere nur am Wochenende können). Ohne eine einzige gemeinsame gewichtige Stimme für den gehobenen Dienst für GUK sind alle anderen Wünsche erst, wenn überhaupt in Jahren realisierbar. Das Internet, vor allem auf spezifischen Seiten, kann nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein um etwas zu bewegen.

hoch
#1649 - 2003-05-03 23:37:19 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Hallo King!
Zu Deiner Meinung bzgl. Interessenvertretung hast Du meien volle Zustimmung - unser bisheriger "Berufsverband" war in meinen Augen ein "deck's-mit-Barmherzigkeit-zu"-Verein (wenn ich nur an deren Reaktion auf die Causa Lainz denke, kommt mir jetzt noch die Galle hoch!) und deshalb ist dieses Damenkränzchen ja wohl auch bei den politischen Gremien so beliebt.
Was ich nicht glaube, ist Deine Ansicht, daß zur Zeit kein gesellschaftl. u.mediales Interesse besteht. Das besteht nämlich meiner Ansicht nach immer. ABER: wir müßten am Ball bleiben und jeden Anlass auch wahrnehmen, um unsere Interessen darzulegen. Erst heute habe ich zufällig einen Teil der Sendung "Volksanwalt" gesehen, in dem es um einen aus dem GZW entwichenen und ums Leben gekommenen Patienten ging. Szenario: ein Präsentator, der von der Praxis keine Ahnung hat; ein präpotenter Volksanwalt auf den dasselbe zutrifft und ein Beschwichtigungshofrat des KAV, der alles auf die Gesetzeslage zurückführt, "die man dem Pflegepersonal erst nahebringen muß". DAS wäre die Basis für eine ganze Serie in Kronenzeitung u.ä.Medien, wenn sich hier eine Berufsvertretung und nicht nur eine Einzelperson drüber trauen würde! Und die Medien würden mitziehen! Denn jeder, der alte Eltern hat oder zur "Generation 50-plus" gehört, ist daran interessiert. Die Leute wollen ja nicht nur wissen, wieviel Pension sie bekommen, sondern auch, wieviel Pflege sie sich im Bedarfsfall dafür kaufen können (und erst recht, wieviel Pflege sie bekommen, wenn die Pensionen kleiner werden). Das ist nämlich ein ganz schön heißes Eisen - und deshalb kann sich auch keine auf ihr Berufseinkommen angewiesene Einzelperson aus der Pflege die Finger daran verbrennen!
Diese Medienpräsenz habe ich vermißt, seit ich in diesem Beruf arbeite - und ich vermisse sie noch immer!
(Wie steht es hier mit dem BOEGK? Ich bin erst durch eine Gratisnummer der Zeitschrift "Pflegenetz" auf ihn aufmerksam geworden - wo ist die Präsenz in der Öffentlichkeit? - aber das nur nebenbei).
Aber weiter: Du schreibst von "streng strukturiertem System" - was genau verstehtst Du darunter? Was zählt Deiner Meinung nach zur sogenannten "Pflegehierarchie"? Was ist mit den Ärzten und sonstigen Berufsgruppen, die von uns erwarten, daß wir zuerst die Hilfsarbeit für sie tun, bevor wir "das bißchen Bettenmachen" erledigen?
Und jetzt, die Gretchenfrage: wie stehts mit unserer Solidarität gegenüber der eigenen Berufsgruppe? Meiner Erfahrung nach wären viele Aussteiger noch drin, wenn es die gäbe! Hätten wir nach außen (auch auf der eigenen Station!) den Zusammenhalt, wie ihn z.B. die Ärzte haben und würden wir genau so viel Öffentlichkeitsarbeit leisten, dann müßten wir nicht um Nachwuchs flehen! Im Gegenteil, wir müßten Bewerber verscheuchen (siehe Medizinstudium!). Auch der Rotstift der Ratíonalisierung hätte es dann viel schwerer.
Und die Politiker bekämen schlagartig auch wieder Interesse für uns, wenn statt eifriger Helfer-Syndrome eine selbstbewußte Gruppe mit ihnen verhandeln würde. Jetzt haben sie es leicht: sie habe uns an so viele Zuständigkeiten (AK, ..zig Gewerkschaften und ÄRZTEvertretungen --> Sanitätsdirektorenkonferenz! o ja!,...) aufgeteilt, daß wir selbst schon nicht mehr wissen, wohin wir bei welchem Problem gehen sollen. Sogar die Gewerkschaften haben ganz offensichtlich den Durchblick verloren. Vor kurzem las ich in einer Anpreisungsbroschüre der GPA folgendes: "Als Mitglied der GPA sind Sie selbstverständlich auch Mitglied des Österr. Gewerkschaftsbundes!" Na, ist das nicht eine Freude?
Apropos, wo sind diese Freunde, wenn es um Ausstiegsgründe geht, die in ihren Bereich fallen wie z.B. Arbeits- und Lebensbedingungen des GUKP? Oder um Forderung der Anerkennung von Berufskrankheiten?
Es gibt hier Forderungen, die schon seit den 70er-Jahren bestehen und noch immer nicht erfüllt sind (z.B. Abnutzung des Knochen- und Bandapparates durch langjährige Tätigkeit in der Krankenpflege) - also hat hier auch keine politische Farbrichtung das Recht, sich auf die jetzigen Verhältnisse herauszureden! Auch da ist Handlungsbedarf für eine geschlossene Interessengruppe, die sich nicht mit einer kleinen Zulagenerhöhung abgibt sondern ihr Recht fordert.
Du siehst also, im Grunde gebe ich Dir Recht, aber ich bin nicht der Meinung, daß wir auf "eine gemeinsame gewichtige Stimme" warten müssen. Viele Ameisenbisse können einem Tiger viel mehr zu schaffen machen als ein Elefant!
In diesem Sinne
Medusa

Übrigens: wo kann ich Zugang zu der Studie von Krischkowsky/Kav bekommen (der KAV wird sie ja sicher nicht mir Freuden jedem Fremdling in die Hand drücken)?

hoch
#1650 - 2003-05-10 23:01:42 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Pardon, mein gescheites Beispiel am ende meiner Tirade stimmt zwar prinzipiell auch, im Hinblick auf unsere Politiker und Funktionäre wär' aber eine Änderung angebracht:
"Viele Ameisen können einem Elefanten mehr zu schaffen machen als ein Tiger"

So long!
Medusa

hoch
#1651 - 2003-05-21 05:08:32 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Liebe Medusa!
Öffentlichkeitsinterressen gibt es nur in den Medien, wenn sie schlagkräftig und Quoten bringend sind, auch die Kronen Zeitung gehört dazu.
Zur Vereinigung BOEGK: Noch ein netter Berufsverband, der nicht einmal eine Plattform zur Diskussion in seinem Internetauftritt eingerichtet hat, wenn Du nachliest wer hinter der Gründung steckt, wirst Du erkennen, das Dir die Namen bekannt vorkommen. Ich habe von BOEGK noch nichts in der Öffentlichkeit vernommen.
Zu den Hierachien: Der Pflegeberuf ist auf unterschiedliche Ministerien, Bund, Land, Gemeinde aufgeteilt, im rechtlichen Sinne, alleine das ist die Ursache für Chaos.
Weiters, als Anfang die Oberschwester bis zur GeneraldierektorIn und noch viele Schreibtischtäter dazu gestalten die strenge Hirachie, die durch das Dienstrecht zementiert wird (Beurteilungen, Aufstiegschancen,...), die Meinung der Basis ist dann meist Nebensache, sie sind für die Durchführung der Anordnungen zuständig, ohne Pardon.
Eigene Mitarbeiter: Das Mobbing an der Tagesordnung steht, ist mir schon klar, doch das gibt es auch in anderen Berufsgruppen, nur geht es da um wirkliche Karrieren mit viel mehr Einkommen, bei uns bekommt im Prinzip jeder das gleiche Gehalt, aber gefallen muß man sich das ja nicht lassen, es gibt Mobbingberatungsstellen, Gedächtnisprotokolle und auch den Rechtsweg um garstige Mitarbeiter zu löschen.
Studie Krischkowsky`s: Mitarbeiterumfrage 1 und 2, Anfrage in der Generaldirektion (z.B. Scharlotte Staudinger) oder wegen Kontakt direkt, z.B. Sonderausbildungsakademie/AKH/Wien, das Ehepaar macht dort Vorträge und Seminare, also muß es auch Kontaktadresse oder Telefonnummer geben. Uns wurde die Studie im Rahmen der Sonderausbildung für allgemeine Intensivpflege 1999 präsentiert.

hoch
#1652 - 2003-05-29 05:40:06 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert


Hi King,
Du sagst es, so ist es - so lange wir es zulassen!
Aber z.B. Schreibtischtäter kann man mit der flehentlichen Bitte um detailliertere Erläuterungen etc. ganz schön beschäftigen u n d was verstehst Du eigentlich unter "AufstiegsCHANCEN"? Was ist das außer der Aussicht, selbst in die o.a. Personengruppe zu kommen?
Mit dem Mobbing hatte ich eigentlich nichts im Sinn. Ich dachte dabei an die lieben Kollegen, die im Raucherkammerl groß auf den Putz hauen und in der Teambesprechung den Mund nur zum Ja-sagen aufbringen (nur so als Beispiel, es gibt viele ähnliche Situationen).
Aber da Du so prompt ein verbales Lieblingsthema von Gewerkschaft und AK anpeilst - höre ich hier einen Funktionär sprechen? (Schließlich hast Du ja auch meine Anspielungen auf diese Vereine nonchalant ignoriert)!
Danke für Deine Hinweise bzgl. der Studie!
M.

hoch
#1653 - 2006-04-06 22:19:36 Re: Drop out
Anonym
Nicht registriert



hoch
#1654 - 2006-06-07 01:30:48 Re: Drop out
KCW Offline
stranger

Registriert: 2005-10-13
Beiträge: 5
Ort: Wien
Manchmal so denke ich mir oft, sind wir selber Schuld an diesem Dilema denn perfekt Aus und Fortgebildet lassen sich die Dinge nicht so umsetzen wie es gelehrt und gelernt wird von uns, aber besinnen wir uns auf das Wesentliche nämlich auf den ursprünglichen Wunsch Menschen in einer Ausnahmesituation zu helfen, egal in welcher Form auch immer, besinnen wir uns wieder das wir alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich dem Menschen dann Beistand zu leisten wenn er es braucht und von uns haben möchte, besinnen wir uns das unsere unmittelbare-mittelbare und auch alle andere Kollegenschaft auch Menschen sind die Hilfe gerne annehmen wenn wir Hilfe anbieten, so könnte sich wieder ein Kreis schließen aus dem keiner herausbrechen muß.
Alle Herausforderungen immer auf das System zu verlagern oder noch schlimmer an den nächsten Kollegen zuübergeben ohne gutes Gespräch und Vertrauen, kann auf Dauer zu einem Drob out führen - muss es aber nicht, wenn wir uns geistig-seelisch und körperlich selbst auch pflegen und nicht nur darauf warten, das es schon irgendwie für uns gemacht wird. Ich bin der festen Meinung das, das Gesundheitspersonal einer der wenigen Berufsgruppen ist das immer wieder durch eigene Versäumnisse in Berufspolitischer Hinsicht sich selbst nicht pflegt - warum ist das so? - vielleicht weil wir ausschließlich HUMAN denken und Visionen haben die nicht bezahlt werden können, daher zuwenig BILANZ legen können? Umfragen Zufolge ist der Berufstand der Pflege ein mit sehr viel Achtung bedachter, nur würden wir für unsere Zusatzleistungen extra Honorare verlangen - würde die Achtung schnell kippen, denn es wird einfach verlangt TOP-Ausgebildet und möglichst günstig dem Menschen in unserer Gesellschaft zu helfen - ein bisschen Lohn sollen die schon bekommen sagen die Wirtschaftsbosse -i st das ein Schweigegeld das wir alle kassieren - oder soll es doch Anerkennung sein, denn würden Pflegekräfte auch faire Löhne kassieren könnte sich eine Ausstiegsquote auch verbessern - nicht die einziege Motivation für Pflegepersonal - aber eine Wichtige um selbst zu überleben - denke ich.
_________________________
Wünsche Dir Wohlbefinden sowie Gesundheit und Spaß im Leben! KCW

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